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Lebendgestein & totes Riffgestein für Meerwasseraquarien

Wie entsteht Lebendgestein und woher kommt es?

In der Meerwasseraquaristik ist die biologische Filterung durch Lebendgestein speziell während der ersten Einrichtungsschritte von maßgeblicher Bedeutung, denn angesichts der porösen Struktur und der großen Oberfläche stellt das Gestein einen idealen Siedlungsraum für nützliche Organismen dar. Bei dem lebenden Gestein handelt es sich um importiertes Riffgeröll, welches aus tropischem Meerwasser entnommen und in noch feuchtem Zustand über den Lufttransport angeliefert wird. Hauptsächlich setzt es sich aus kalkhaltigen Bestandteilen wie beispielsweise Korallenskeletten, Kalkalgenskeletten, und den Schalen von Muscheln zusammen. Die Korallen bilden über Kalkeinlagerungen feste, poröse Kalkskelette aus. Das Lebende Riffgestein entsteht vornehmlich aus den Skeletten der abgestorbenen Korallen, sodass über einen längeren Zeitraum eine Riffstruktur, welche sich aus Riffgestein zusammen setzt, herausbildet.

Bei dem Lebendgestein handelt es sich demnach um einen sich regenerierenden Rohstoff. Je nach Alter der Steine verändert sich auch deren Struktur und deren Dichte nimmt zu. Außerdem ist es besiedelt von diversen Lebewesen wie verschiedenen Schwämmen, Algen, Bakterien und Kleintieren. Durch die poröse Struktur, welche von der Struktur der Korallenarten, aus welchen sie bestehen, bestimmt wird, können sich diese Lebewesen durch den gesamten Stein ausbreiten.Speziell in der Einlaufphase sind diese dringend notwendig, da die Bakterien Nitrit und Nitrat, sowie Ammonium abbauen. Demnach ist das Lebendgestein erheblich an einer guten Wasserqualität im Aquarium beteiligt. Das im Inneren und auf der Oberfläche der Steine der Nährstoffabbau erfolgt ist äußerst vorteilhaft, da das Nitrat genau dort produziert wird, wo es direkt zu dem elementaren Stickstoff verarbeitet wird.

Woran ist die Qualität von gutem Lebendgestein zu erkennen – Worauf ist beim Kauf zu achten?

Die Qualität von hochwertigen Steinen ist an der porösen Beschaffenheit und an der Ansiedlung von Kalkrotalgen und weiteren Algenarten zu erkennen. Dementsprechend trägt das Gestein durch seine Filterfunktion und die chemische Zusammensetzung seiner Oberfläche erheblich zu der Aquarienpflege bei. Das Berliner System gibt daher eine Menge von 20 bis 30 Prozent an Steinen des Gesamtvolumens im Meerwasseraquarium vor. Andere raten dazu mindestens 5 bis 10 Prozent des Bruttovolumens mit Lebendgestein zu belegen.

Hier gibt es beachtliche Qualitätsunterschiede, da viele Händler das Gestein zunächst wässern und Lebewesen wie Weichkorallen, Schnecken, Krabben, Krebse, SPS-Korallen und Anemonen vom Stein trennen, um diese separat zu verkaufen. Daher sollte das Gestein direkt beim Eintreffen einer frischen Lieferung aus dieser entnommen werden. Bei einem seriösen Händler kann der Lieferzeitpunkt erfragt werden. Solch frisches, sowie hochwertiges Lebendgestein kann selbst Schlangenseesterne und andere Lebewesen beherbergen.

Welche Vorteile bringt Lebendes Gestein in der Aquaristik mit sich?

Nicht nur die bereits erwähnte Filterfunktion der Steine ist für den Meerwasseraquarist von großem Nutzen. Die Oberfläche des Gesteins ist zudem von Algen und Korallen wie Zoanthus bewachsen, was im Gegensatz zu totem Gestein um einiges dekorativer ist. Darüber hinaus haben sich in dem Stein Bewohner wie Würmer und Kleinkrebse einquartiert, welche sowohl für den Bodengrund äußerst praktisch sind, als auch zur Nahrungsergänzung für Fische und andere Tiere dienen.

Schließlich ist es sogar schon vorgekommen, dass aus den Steinen Korallen, welche unter Artenschutz stehen und deren Import strengstens untersagt ist, wuchsen. Somit ist Lebendgestein immer für eine Überraschung gut und es ist neben den nützlichen Bakterien und Algen mit einer Anzahl von diversen Kleinstlebewesen, aber leider auch unerwünschten Plagen wie Glasrosen, Feueranemonen (Manjanos) oder auch Borstenwürmern zu rechnen. Zwar kann auch vorgehältertes Lebengestein erworben werden, welches ebenso eine gute Qualtität aufweist. Jedoch wird durch das Behandlungsverfahren nicht nur auf das Risiko, sondern auch auf die positiven Überraschungen verzichtet.

Was ist wiederbelebtes, totes Gestein – Welche Unterschiede bestehen zum Lebendgestein?

Eine Alternative zu dem Lebendgestein stellt totes Gestein dar, welches wiederbelebt wurde. Dieses besteht häufig aus trockenen, also toten Korallenskeletten, welche für einen gewissen Zeitraum in einer natürlichen Umgebung gelagert wurden. Hierdurch werden die toten Gesteine von Kalkrotalgen bewachsen und der Stein wird belebt. Ohne ausreichende Beleuchtung können die Kalkrotalgen nicht wachsen. Allerdings ist aus solchem Gestein keine besondere Artenvielfalt, im Gegensatz zu Lebendgestein, zu erwarten. Trotzdem sind die Steine nach einem drei bis sechs monatigem Aufenhalt in einem laufenden Aquarium stark bewachsen oder teilweise sogar rekultiviert und der Lebensraum für die Bakterien folglich wieder hergestellt. Diese Steine sind günstiger zu erstehen und auch zweckdienlich.

Hierbei gilt, dass die Qualität der Steine mit einer längeren Verweildauer in einem Aquarium ansteigt. Sogar eine gleiche Qualität von Lebendgestein kann erzielt werden, wenn die Steine für zwei bis drei Jahre im Meer aufbewahrt werden. Es wäre theoretisch möglich ganz auf das Lebendgestein zu verzichten und den Riffaufbau lediglich aus totem Gestein und Riffkeramik zu gestalten. Allerdings ist es auch von dem Lebendgestein abhängig wie viel Zeit für das Gelingen der Einfahrphase eines Seewasser- Aquariums benötigt wird und wie stabil das Aquarium später läuft. Sollte kein lebendes Gestein verwendet werden, müssen dem Salzwasser zusätzlich natürliche Bakterien aus einem Becken oder künstliche Bakterien aus dem Reagenzglas hinzugefügt werden.

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Cyanobakterien im Meerwasser-Aquarium loswerden

Update: Ein der größten Anfängerprobleme, die ich in den letzten Jahren beobachten konnte war, dass zu wenig Strömung im Becken vorhanden war. Mit genügend Stömung haben es Cyanos sehr schwer. Sollten sie dennoch zum Vorschein kommen, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass wirklich zu wenig davon vorhanden ist.

Cyanobakterien gibt es in über 2000 verschiedenen Arten. Da man in den meisten Fällen gerade nicht weiß, mit welcher Art man es gerade zu tun hat, sollte man beim Umgang mit Ihnen den Hautkontakt vermeiden, da manche Arten Cyanotoxine bilden.

Widerstandsfähigkeit durch Ernährungsweise

Denn diese sind dazu in der Lage über Fotosynthese ihre eigene Nahrung zu produzieren. Sie besitzen wie Pflanzen das Fotosynthesepigment Chlorophyll, welches sich bei ihnen im freien Zellplasma der Zelle befindet. Zudem verfügen die Cyanobakterien über verschiedene Hilfspigmente etwa Phycocyanin, Alophycocyanin und Phycoerythrin, welche von speziellen Wellenlängen die Lichtenergie aufnehmen und dann dem Chlorophyll bereitstellen. So werden von den Cyanobakterien mittels Fotosynthese anorganische Nährstoffe zu organischen Verbindungen umgewandelt.

Jedoch verfügen viele Arten der Cyanobakterien über eine weitere Möglichkeit um an Nährstoffe zu gelangen, indem sie im Wasser gelösten atmosphärischen Stickstoff fixieren. Mit Hilfe eines Enzymes wird der gasförmige Stickstoff in Ammonium transformiert, welches den Bakterien dann als Nährstoff dient. Allerdings kann nur entweder die Fotosynthese oder die Stickstofffixierung stattfinden, sodass letztere während der Dunkelphasen betrieben wird.

Da die Cyanobakterien schon bei geringen Lichtmengen fotosynthetisieren und sich auch durch den fixierten Stickstoff während der Dunkelphase mit Nahrung versorgen, sind sie nicht aus einem Aquarium fernzuhalten. Bei einem stabilen Nährstoffhaushalt und einem gesunden Ökosystem stellt eine geringe Grundbesiedlung jedoch kein Problem dar.

Cyanobakterien – Eine Plage!

Problematisch wird es, wenn dieser empfindliche Haushalt aus dem Gleichgewicht gerät. Dies kann schon durch kleine Veränderungen verschiedener Faktoren im Becken entstehen. Ein Überschuss an Nitrat, Phosphat oder Silikat, sowie organischem Kohlenstoff sind chemische Ursachen, die eine solche Plage zur Folge haben können. Aber auch in einer ungeeigneten Beleuchtung kann die Ursache zu finden sein.

Während der Einfahrphase eines Aquariums kann üblicherweise auf dem Bodengrund und dem Riffgestein ein brauner Belag von Kieselalgen entstehen. Bei einem ausgeglichenen Nährstoffhaushalt geht dieser Belag jedoch schon nach einigen Tagen zurück und ist nach ein bis zwei Wochen nicht mehr zu sehen.

Ist die Konzentration an Nährstoffen jedoch erhöht, z.B. durch das zu frühe Einsetzen des tierischen Besatzes, so schließt sich den Kieselalgen häufig eine starke Vermehrung von Cyanobakterien an. Bei Glück im Unglück werden diese nach kurzer Zeit von Fadenalgen verdrängt. Andernfalls werden die Beläge von Bakterien zunehmend dichter, sodass diese wie ein rotbrauner Belag aus Schmieralgen erscheinen.

Häufig wird die ökologische Nische, die durch eine gestörte Bilanz der Nährstoffe entsteht, nicht nur von Bakterien, sondern zudem auch von verschiedenen Algen genutzt. Hieraus entsteht dann eine Mischung, was die Bekämpfung erschwert.

Grundsätzlich kann jedoch bei roten, braunen und sogar schwarzen Belägen von Cyanobakterien ausgegangen werden, da in der meist transparenten Schicht, mit welcher die Bakterien die Oberflächen überziehen, eine hohe Silikatkonzentration vorherrscht. Auf dieser Basis von Cyanobakterien bildet sich dann ein Belag von Kieselalgen. Zusätzlich können sich auch Dinoflagellaten entwickeln, wobei diese frei schwebenden Algen noch problematischer loszuwerden sind.

Physikalische bekämpfung von Cyanobakterien / Cyanophyceae

Eine Weise gegen die unerwünschte Ansiedlung der Organismen vorzugehen, welche sehr schonend für den restlichen Besatz ist, besteht in dem täglichen Absaugen der Beläge von dem Gestein und dem Bodengrund, im Rahmen eines Teilwasserwechsels. Hierbei sollten sämtliche erreichbaren Ansiedlungsflächen von Bakterien entfernt werden. Keinesfalls darf das abgesaugte Wasser gefiltert und zurückgeführt werden. Filtermaterial würde die Bakterien lediglich zerteilen anstatt sie zu entfernen und ein Wachstum so zusätzlich verstärken.

Besonders im Bodengrund reichern sich vermehrt schädlich Substanzen an, sodass dieser bei der Reinigung nicht vernachlässigt werden darf. Hierfür empfiehlt sich die Verwendung eines dünnen Schlauches, wodurch große Mengen an feinem Sediment aus dem Aquarium entsorgt werden können. Ebenfalls gilt es Ablagerungen auf der Dekoration abzusaugen.

Danach sollten die Bedingungen an den Ansiedlungsflächen verändert werden. Hierbei ist besonders auf strömungsarme Bereiche zu achten, in welchen eine mittelstarke Strömung vorherrschen sollte, um Nährstoffdepots zu vermeiden. Insgesamt sollten die im Aquarium vorhandenen Mengen an Bakterienfutter möglichst reduziert werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Anzahl der Fische und somit die Nährstoffkonzentration im Allgemeinen, durch Futterreste und Ausscheidungen zu verringern. So könnte der Nährstoffhaushalt auf einem niedrigen Level gehalten werden.

Weiterhin ist ein regelmäßiger Teilwechsel zwischen 10 – 20% wöchentlich empfehlenswert, um die Konzentration an Nährstoffen gering zu halten. Von mechanischen Filtern ist abzuraten, sollten diese nicht mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich gründlich gereinigt werden, da sie sonst durch einen erhöhten Nitratwert mehr Schaden als Nutzen anrichten. Ein effektiver Abschäumer ist an dieser Stelle Grundvoraussetzung, um das notwendige Gleichgewicht wieder herzustellen.

Deutliche Effekte werden bei dieser Vorgehensweise allerdings nur bei einer täglichen Wiederholung erzielt, welcher über einen längeren Zeitraum auch bei einem Rückgang der Bakterien weiterhin einmal am Tag durchgeführt werden muss. Zu einem routinierten Wasserwechsel sollte erst nach dem gänzlichen Verschwinden der Beläge übergegangen werden. Ansonsten ist mit einem Rückfall der Plage zu rechnen.

Unterstützend können längere Blaulichtphasen und kürzere Phasen mit kompletter Beleuchtung geschaltet werden, um die Vermehrung einzuschränken. Die Bakterien benötigen langwellige Spektren, um Fotosynthese zu betreiben, weshalb ihnen bei einem Spektrum zwischen 380 – 450 nm so weniger Nahrung zur Verfügung steht. Vielen Korallen hingegen kommt speziell ein solches Spektrum zugute. Die passende Aquariumbeleuchtung stellt hier einen maßgeblichen Faktor dar. Speziell bei Leuchtstoffröhren und Hqi-Brennern sollte die Haltbarkeit überprüft werden. Denn bei einer langjährigen Nutzung kann sich, durch ein nachlassen der Lichtintensität, das Spektrum in langwelligere Bereiche verschieben. Da dies eine Ausbreitung der Bakterien begünstigt, sollte hier notfalls ein Austausch vorgenommen werden.

Werden bereits kleine Ablagerungen von Cyanobakterien früh erkannt und direkt entfernt, kann so eine schlimmere Plage noch rechtzeitig verhindert werden. Auch, wenn die Stellen scheinbar nur langsam größer werden, ist ein unverzügliches Handeln hier meist die letzte Rettung. Ein geduldiges Abwarten und ein verschieben des Absaugens auf den nächsten Wasserwechsel können eine schnelle Ausbreitung der Bakterien zur Folge haben. In einem Zeitraum von nur wenigen Tagen kann der Bakterienstamm sich explosionsartig erweitern und ist dann nur schwer wieder unter Kontrolle zu bringen. Dieser Prozess erfordert dann ein erhebliches Maß an Ausdauer und Geduld, da er sich über Monate hinziehen kann.

Biologische Methode:

Auch die Wissenschaft versucht schonende Methoden zur Bekämpfung der Bakterien zu entwickeln. Der erfolgreiche Einsatz von Cyanophagen steht in der häuslichen Aquaristik zwar aktuell noch aus, ist jedoch eine in Zukunft äußerst erfolgsversprechende Methode. Momentan steht der Versuch im Vordergrund die Cyanophagen, welche speziell Cyanobakterien als Wirt nutzen, zu isolieren, um diese dann in großen Mengen kultivieren zu können. Gelingt dies, können Cyanophagen künftig zur Bekämpfung der Cyanobakterien eingesetzt werden. So würden keine Nebenwirkungen im Besatz zu verzeichnen sein, da dieser Virus ausschließlich die Cyanobakterien als Wirtszelle nutzt.

Chemische Methode:

Erst als letzte Möglichkeit sollte auf den Einsatz von chemischen Mittel zurückgegriffen werden. Diese sind mit enormen Nebenwirkungen verbunden, sodass ein Verlust von Fischen und Korallen meistens unvermeidbar ist. Deshalb sollten diese in ein Quarantänebecken umgesiedelt werden, bevor chemische Mittel verwendet werden. Denn ein Antibiotika vernichtet nicht nur die Cyanobakterien, sondern darüber hinaus auch viele andere Bakterienstämme, die für den Abbau von Nährstoffen notwendig sind.

Dadurch dass diese Bakterienstämme nun auch in ihrer nützlichen Funktion gestört werden, wird das Aquariummillieu außerordentlich stark beeinflusst, weshalb mit einer Beeinträchtigung der Nitrifikation zu rechnen ist. Damit einhergehende Konsequenzen sind vorher nur schwer zu bestimmen. Sollten die absterbenden Beläge nicht täglich und besonders gründlich abgesaugt werden, gelangen außerdem verschiedene Toxine in das Wasser. Hierin könnten dann zusätzliche Ursachen für die Verluste von Fischen und das Absterben von Korallen liegen. Auch ist es wichtig sich genau an die Angaben zur Dosierung des Herstellers zu halten. Häufig wird das tatsächliche Wasservolumen überschätzt, was daraufhin entsprechend zu einer Überdosierung führt.

Außerdem sollte das Aquarienwasser im Anschluss an eine Behandlung mit Medikamenten mit Aktivkohle gefiltert und mindestens zur Hälfte gewechselt werden, um eine Ablagerung zu vermeiden. Erst nachdem die Rückstände der Medikamente aus dem Wasser beseitigt sind, kann der Besatz wieder in das Becken zurückziehen.

Vorkehrungen treffen:

Zwar ist wie für die meisten Thematiken in der Aquaristik auch hier kein Patentrezept vorhanden, allerdings können die vielfältigen Faktoren für Auslöser einer solchen Plage durch gewisse Vorkehrungen eingegrenzt werden. Hierbei stehen vor allem die Hygiene im Aquarium und das Gleichgewicht im Ökosystem im Vordergrund.

Eine Abschäumung ist einer der effizientesten Wege, um die Nährstoffanreicherung im Aquarium gering zu halten und somit die Vermehrung der Cyanobakterien einzudämmen. Auch gute Strömungsbedingungen und das Vermeiden von strömungsschwachen Stellen sind nützlich um einer Ablagerung von Nährstoffen vorzubeugen.

Weiterhin stellt die richtige Beleuchtung in diesem Fall einen maßgeblichen Faktor dar. Über veränderte Lichtbedingungen lassen sich die Cyanobakterien zwar kaum beeindrucken, da sie sich auch in dämmrigen Licht äußerst wohl fühlen können und dies eher den Korallen als den Bakterien schadet. Dennoch hat sich inzwischen herausgestellt, dass es einen bestimmten Spektralbereich zu vermeiden gilt. Denn Cyanobakterien bevorzugen vornehmlich ein langwelliges Spektrum, also Licht mit einem gelben, orangen oder roten Anteil, hingegen zu den kurzwelligen Farbspektren im blauen Bereich. Daher sollte vorzugsweise blaue Beleuchtung in einem Spektralbereich zwischen 380 und 450 nm verwendet werden. Insgesamt sollte die Aquarium Beleuchtung dann einen Wert von 8.000 – 10.000 Kelvin definitiv nicht unterschreiten und besser einen Bereich von über 10.000 Kelvin aufweisen.

Besonders zu beachten ist dies bei dem Gebrauch von Leuchtstoffröhren, da hier regelmäßig ein Wechsel der Leuchtmittel stattfinden muss. Denn diese lassen über einen längeren Zeitraum hinweg gerade im kurzwelligen Spektralbereich an Leistung nach. Diese Veränderungen sind für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar, können aber reich an Konsequenzen sein.

Ebenfalls gilt es den Leistungsabfall der HQI-Brenner nicht zu unterschätzen und auch hier den Brenner regelmäßig zu ersetzen. Denn sonst sinkt die Lichtfarbe in langwellige Spektralbereiche ab, was wiederum den Auslöser für eine solche Plage darstellen kann. Dies kann dann eventuell schon mit einem einfachen Wechsel des Leuchtmittels oder des Brenners behoben werden und es sollte in diesen Fällen wenigstens ein Versuch stattfinden bevor dann andere Mittel zum Einsatz kommen. Lediglich die LED Beleuchtung kann hier bedenkenlos zum Einsatz kommen, da auch nach einer langen Leuchtdauer kein Verlust selbst in den hohen Spektralbereichen zu verzeichnen ist.

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Watt pro Liter in Meerwasser

Das Aquarium-Bruttovolumen sollte so berechnet werden, dass mindestens 0,33W auf einen Liter kommen. Allerdings ist dies auch von verschiedensten Faktoren abhängig wie beispielsweise den Tieren und Pflanzen, welche gehalten werden und der Lichtfarbe. Um die Pflanzen bestmöglich in Ihrer Entwicklung zu unterstützen und Ihr Becken optimal auszuleuchten wären jedoch 0,5W pro Liter empfehlenswert. Dies gilt besonders bei der Haltung von anspruchsvolleren Korallenarten, welche äußerst lichtbedürftig sind. Da unsere Modelle speziell auf deren Absorbtionsmaximum abgestimmt sind, wird das Wachstum so ideal gefördert und sie können sich in Ihrem Lebensraum ausgezeichnet entfalten.

In unseren Produkten wurden ausschließlich 1W High Power LED verarbeitet, welche mit bis zu 130 Lumen pro Watt wesentlich effizienter sind als T5 Leuchtröhren und HQI. Bei einer Umrüstung werden somit nur noch 50% der bisher verwendeten Leistung notwendig sein, um eine entsprechend gleiche Leuchtkraft zu erzielen. Halbieren Sie einfach die Ursprungsleistung und somit auch den Stromverbrauch womit Sie momentan Ihr Aquarium betreiben und lassen Sie Ihr Becken in der selben Helligkeit erstrahlen.

Freuen Sie sich darüber hinaus über eine wunderschöne und wesentlich intensivere Farbenvielfalt Ihres Aquariums, die Sie so nie für möglich gehalten hätten! Denn durch durch die blaue Wellenlänge unserer Produkte wird die Fluoreszenz besonders stark begünstig, welche die Farbenpracht Ihrer Korallen deutlich verstärkt. Der Unterschied ist bereits nach wenigen Wochen sichtbar. Zudem entsteht durch die Überlagerung des weißen und blauen Farbspektrums ein Interferenzeffekt, welcher die Schuppen Ihrer Fische außerordentlich glanzvoll schillern lässt.

Es gibt immer wieder verschiedene Informationen zu Dimensionierungsempfehlungen von LED Beleuchtung. Dies liegt letztendlich daran, dass natürlich auch unterschiedlich effiziente LED-Typen auf dem Markt vertreten sind. Aus diesem Grund gilt die hier gegebene Empfehlung nur für die Produkte, die Sie hier erwerben können.

Rechenbeispiel (für ein Aquarium mit den Maßen 120cm x 50cm x 50cm)

Berechnung der Füllmenge in Liter:

120 x 50 x 50 = 300.000

300.000 / 100 = 300 Liter

Berechnung der Idealleistung:

300 Liter x 0,5 Watt = 150 Watt

Dies bedeutet für ein Becken mit den Maßen 120cm x 50cm x 50cm sollte eine Leistung von 150 Watt verwendet werden, um es gleichmäßig mit genügend Helligkeit auszuleuchten.

Auch die Form Ihres Aquariums bestimmt welche und wie viele Lampen sich am besten eignen. Unser Sortiment bietet nicht nur für alle gängigen Beckenformen, sondern auch spezifische Bedürfnisse das passende Modell. Für Rückfragen oder eine individuelle Beratung können Sie sich an unseren freundlichen und kostenlosen Kundenservice wenden, der Ihnen gerne zur Verfügung steht.

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Preis/Leistungsstarke Meerwasseraquarium Technik

Meerwasseraquarium LED Beleuchtung

Viele Anfänger stellen sich die Frage welche Aquarientechnik definitiv benötigt wird und welche Technik eher überflüssig ist. Die Auswahl ist groß, die technischen Unterschiede allerdings auch. In diesem Artikel sollt Ihr eine Übersicht bekommen, welche Aquarientechnik im Meerwasseraquarium zur Grundausstattung gehört und welche eher als zusätzliche Ausstattung empfehlenswert ist oder ganz weggelassen werden kann.

Meerwasseraquaristik

In der Meerwasseraquaristik sind die technischen Ansprüche im Gegensatz zu der Süßwasseraquaristik etwas gehobener. Ähnlich wie bei einem Süßwasser- Aquarium werden ebenfalls das Becken selbst, ein Heizstab, sowie ein entsprechendes Beleuchtungssystem und zusätzlich eine Strömungspumpe benötigt. Ein Abschäumer ist zusätzlich sehr Empfehlenswert. Wobei es im Hinblick auf die Beleuchtung bereits mehr Faktoren zu beachten gilt als in der Süßwasseraquaristik. Denn die meisten Meerwasser-Aquarien verfügen über einen Korallenbesatz aus besonders sonnigen Gegenden, wodurch deren Bedürfnis nach Licht um ein wesentliches höher ist. Zudem ist eine Osmose-Anlage oder ein Mischbettharzfilter erforderlich, um das verdunstete Wasser nachfüllen zu können und Wasserwechsel durchzuführen. Auch die Ansprüche an die Pumpen sind differenzierter, da die verschiedenen Korallenarten eine verschieden starke Strömung benötigen. Außerdem gilt es auch im Belang auf die Filtertechnik mehrere Kriterien zu beachten.

Die Meerwasser Filtertechniken

Innenfilter, Schwammfilter, Hamburger Mattenfilter, Außenfilter & Rieselfilter sind nicht zwingend notwendig, teilweise sogar kontraproduktiv und finden in Wohnzimmerbecken nur noch selten Einsatz. Viel wichtiger hingehen ist eine ausreichend große Oberfäche um die Filterarbeit der Bakterien unterstützen zu können. Bakterien schweben weniger frei im Wasse, sondern fühlen sich u.a. auf Oberflächen von porösem Riffgestein pudelwohl

Riffgestein & Filtersubstrate Riffgestein & Lebendgestein übernimmt die Filterung. Auf allen Oberflächen im Aquarium siedeln sich Bakterien an. Riffgestein hat eine hohe Oberfläche Aufgrund der porösen Beschaffenheit. Auch der Sandboden, der aus feinem oder grobem Aragonit oder Korallenbruch besteht, bietet eine gute Oberfläche zur Ansiedelung von Kleinstlebewesen und Bakterien. Biobälle können in Technikbecken verstaut werden um dort die Oberfläche zu erhöhen. Eiweißabschäumer in der Meerwasseraquaristik Der Eiweißabschäumer dient in der Meerwasseraquaristik zur Reinigung des Wassers, aus welchem in einem geschlossenen System die Abfallprodukte entfernt werden. Hierbei handelt es sich um Substanzen wie Lipide, Harnsäure, Peptide, Aminosäuren und organische Abfallstoffe, welche dem Wasser auf physikalische Weise entzogen werden. Dies funktioniert, indem feinperlige Luft in einer Säule eingeblasen wird und sich an den aufsteigenden Luftblasen Moleküle anlagern. Dieser Effekt wird häufig noch durch den Gegenstrom verstärkt. Daraufhin lagert sich im oberen Bereich des Rohres ein immer zäher werdender Schaum ab, der schließlich in einem Schaumtopf geleitet wird. Es gibt entweder luft- oder motorbetriebene Eiweißabschäumer. Zu den motorbetriebenen und effizienteren Abschäumern gehören auch die sog. Nadelrad-, Fadenrad~ bzw Geweberadabschäume-Abschäumer, bei denen das drehende Rad teilweise auch mit Schwamm-Material benetzt ist, so dass die möglichst viele kleine Blasen entstehen können. Zu beachten gilt, dass das Blasenbild regelmäßig überprüft werden sollte ob die Blasen noch fein genug sind und ob das Gerät eventuell gereinigt werden muss. Falls ein weniger wirkungsvoller luftbetriebener Abschäumer vorhanden ist und nur noch wenige große Blasen erzeugt werden, sollte der Lindenholzausströmer erneuert werden. Bei luftbetriebenen Abschäumern mit Ausströmstein sollte man beachten: Der Ausströmer sollte vor der Verwendung ins Wasser eingelegt werden, damit er sich zunächst vollsaugen kann. Zusätzlich sollte die Luftzufuhr regulierbar sein und besonders bei den motorbetriebenen Modellen muss der Wasserstand beachtet werden. Schließlich ist es sinnvoll auf das Gegenstromprinzip zu achten, damit sich mehr Moleküle an den Luftblasen anlagern können. Um die Wasseraufbereitung zu vollenden kann die Effizienz des Abschäumers zudem durch einen Ozongenerator / Ozonisator gesteigert werden, da die Eiweißverbindungen durch Ozon, im Gegensatz zu Sauerstoff, um ein wesentliches schneller aufgespalten werden. Allerdings ist dies lediglich in großen Becken wie Fischzuchtanlagen notwendig, da in kleineren Aquarien ein Eiweißabschäumer auch so ausreichend wirksam ist und der Einsatz von Ozon auch Nachteile mit sich bringen kann. Im Handel sind Geräte mit einer Leistung zwischen 25 mg/h bis hin zu 400 mg/h, wobei die Leistung entsprechend an das Beckenvolumen und den Besatz angepasst werden muss. Luftheber Die Luftheber spielen meist nur bei der Nachzucht von Jungfischen eine Rolle. Wobei eine sehr geringe Anzahl an Blasen pro Minute ausreicht um eine ausreichende Sauerstoffsättigung im Zuchtbecken aufrechtzuerhalten.

Meerwasser-Beleuchtung

Wie du dir denken kannst sind starke Beleuchtungssysteme für ein Meerwasseraquarium unverzichtbar, da Korallen auch in der Natur in einer Lichtstarken umgebung am besten wachsen.

Um die idealen Bedingungen für anspruchsvollere Korallenarten zu schaffen, müssen verschiedene Kriterien berücksichtigt werden, damit diese mit den für sie lebensnotwendigen Nährstoffen, welche sie aus dem Licht bekommen, versorgt werden. 1W High Power LED sind nicht nur aus dem Grund die beste Beleuchtungsart für Meerwasseraquarien, da sie außerordentlich leistungsstark sind und daher genügend Nährstoffe für die Pflanzen liefern, sondern sie haben eine wesentlich geringere Wärmeentwicklung besonders im Vergleich zu T5- & HQI- Beleuchtung. Denn neben der Stärke der Leistung ist zudem wichtig, dass sich die Wassertemperatur nicht über 30°C erhöht, was speziell im Sommer beim Einsatz von HQI Leuchten Schwierigkeiten darstellen kann. Darüber hinaus sind sie äußerst stromsparend, da 1W High Power LED im Gegensatz zu T8- und T5- Leuchtstoffröhren, sowie HQI- Brennern nur 50% der Leistung benötigen um die gleiche Helligkeit zu erzielen. Bei einem Stromersparnis von 50% lohnen sich die Anschaffungskosten langfristig gesehen definitiv. Auch reichen T8- und T5- Leuchtröhren, sowie HQI- Beleuchtung nicht an die 130 Lumen pro Watt der 1W High Power LED heran. Aufgrund der geringen Wärmeentwicklung sind keine Ventilatoren zur Kühlung notwendig und die Lampen können nah an der Wasseroberfläche angebracht werden, sodass weniger Licht verloren geht. Außerdem sind in der LED Aquarium Beleuchtung entweder optische Linsen oder eine Spiegeloptik verarbeitet, wodurch das Licht gebündelt und mit einem entsprechenden Abstrahlwinkel nach unten gestrahlt wird und so auch bei tieferen Becken bis zum Bodengrund vordringt. Bei alternativen Beleuchtungssystemen sind stattdessen zusätzliche Reflektoren notwendig, wobei jedoch der Lichtverlust deutlich höher ist. Außerdem müssen hier die Leuchtmittel regelmäßig gewechselt werden, da durch Ablagerungen der Elektroden von Leuchtstoffröhren und HQI Lampen die Lichtwerte immer wieder sinken. LED Beleuchtung hingegen ist vergleichbar wartungsarm und hat eine hohe Lebensdauer bei konstanter Leuchtkraft. Auch ist diese Variante umweltschonender, denn in Leuchtstoffröhren und Metalldampflampen wird giftiges Quecksilber als Leuchtmittel verwendet. Ein weiterer erwähnenswerter Vorteil durch LED Beleuchtung in Meerwasseraquarien sind die intensiver strahlenden Farben der Pflanzen und Tiere, wobei es besonders wichtig ist einen Blaulichtanteil in die Beleuchtung zu integrieren. Denn zum einen entsteht durch die Überlagerung des weißen Lichts mit dem blauen Farbspektrum ein Interferenzeffekt, welcher die Farben der Zierfische durch ein besonders schönes Schillern besser zur Geltung kommen lässt, da deren Schuppen die Lichtwellen reflektieren, welche sich dann überlagern und durch die neue Wellenlänge für das menschliche Auge besonders gut sichtbar sind. Ferner regt das blaue Lichtspektrum die Fluoreszenz der Korallen an, weil bei einer entsprechenden Lichtmenge die Produktion der Fluoreszenz- Proteine gesteigert wird, welche dann außerordentlich intensiv leuchten und wodurch deren Wachstum zusätzlich angekurbelt wird. Speziell unsere blaue LEDs im Wellenlängenbereich von 450nm haben im Vergleich zu anderen Beleuchtungssystemen einen deutlich geringeren Verbrauch, da das Material, welches das Licht blau erscheinen lässt, bei diesen die Leuchtkraft abschwächt.

Meerwasser Ströumgspumpen

Um das Wachstum der Korallen optimal zu unterstützen ist eine diffuse Strömung empfehlenswert, da diese ihre Nahrung nicht sehr gut selbst fangen können und daher darauf angewiesen sind mit nährstoffreichem Wasser versorgt zu werden. Nicht nur die Zuführung von genügend Sauerstoff und Nährstoffen für die Pflanzen macht die Strömung so bedeutsam, sondern zudem das Abtransportieren der Abfallstoffe der Korallen. Grundsätzlich muss bei der Ausrichtung beachtet werden, dass sich keine Beläge an der Koralle festsetzen können. Ansonsten würde sie das bei der Aufnahme des für sie lebensnotwendigen Lichtes behindern, was zu deren Absterben führen könnte, ebenso wie diese direkt an zuströmen. Nicht nur die unterschiedlichen Korallenarten benötigen eine verschieden starke Strömung, während SPS- Korallen eine 20- bis 30-fache Umwälzung pro Minute brauchen, sollte es bei LPS- Korallen nicht über eine 10- bis 15-fache Umwälzung pro Minute hinausgehen. Darüber hinaus ist es auch von der Gesamtgröße der Korallen und der Riffaufbau abhängig, denn so größer Korallen und Riffaufbau werden, entsprechend höher sollte die Strömungsleistung sein. Jedoch kann die Stärke der Strömung in einem Aquarium auch variieren, sodass strömungsbedürftige Korallen eher dort platziert werden sollten, wo diese besonders hoch ist und kleinere Korallen und LPS- Korallen eher in einer ruhigeren Gegend. Damit ein diffuses Strömungsbild erreicht wird, sollten zwei bis drei Pumpen eingesetzt werden, deren Strömungsrichtungen dann entgegengesetzt verlaufen. Bei Nano-Aquarien reicht meist auch schon eine Pumpe. Powerhead-Pumpen Powerhead-Pumpen erzeugen verhältnismäßig wenig Strömung und eigenen sich zu der kurzfristigen Beseitigung von Schwebestoffen aus dem Wasser. Bei längerfristiger Verwendung kann ein grober Schwamm in dem Kopf eingesetzt werden. Diese Pumpen erzeugen eine einigermaßen gute Strömung, der Verbrauch ist jedoch durch ihre Bauart deutlich höher als bei Strömungspumpen, die mit einer Schraube arbeiet, ähnlich wie bei einer Schiffsschraube, die dem Schiff den Vortrieb gibt.

Heizung/ Kühlanlage

Heizung / Stabheizung im Meerwasseraquarium Die Heizungen von Süßwasseraquarien unterscheiden sicht nicht von der Variante für Meerwasseraquarien. Jedoch sollte man aufgrund der Strömung folgendes beachten: Bei der Verwendung von Stabheizungen bzw. Heizstäben hat sich oft gezeigt, dass die Werte, die auf dem Stab eingestellt werden nicht den echten Temperaturwerten im Aquarium übereinstimmen. Durch eine hohe Strömung im Becken, kann es also oft dazu führen, dass man nur 20°C einstellen muss um eine Wassertemperatur von 24°C zu erreichen. Überwachen Sie deshalb regelmäßig ihre Temperatur auf Ihre Plausibilität. Kühlanlage
Die Methoden zur Kühlung von Meerwasseraquarien unterscheiden sich nicht von der für Süßwasseraquarien. Häufig sieht man in Lüfterbetriebene Oberflächenkühlsysteme, die allerdings auch zur schnelleren Verdunstung beitragen. Bei erhöhter Umgebungstemperatur, die oft durch HQI Beleuchtungen oder geschlossene T5-Leuchtstoffröhren-Abdeckungen begünstigt wird, gibt es auch die Möglichkeit einen Kompressor einzusetzen, der die Temperatur auf das gewünschte Limit absenkt, dabei allerdings vergleichsweise sehr viel Energie benötigt. Bei offenen Aquarien können am Beckenrand Ventilatoren montiert werden, die auch ein wenig zur Kühlung beitragen können, wobei das Wasser auch schneller Verdunstet. Mit LED Beleuchtung kann man in den meisten Fällen auf eine zusätzliche Kühlung auch im Sommer verzichten.

Kalkreaktor oder Balling und ähnliche Supplement-Methoden?

Bei dem Kalkreaktor handelt es sich um eine Reaktionssäule, welche mit grobem Korallenbruch befüllt wird. Daraufhin saugt eine Pumpe Wasser an und vermischt dieses mit Co2 aus einer Co2-Flasche. Durch die spezielle Rohrführung wird das Co2 möglichst langen innerhalb dieses Systems gehalten und der Wirkungsgrad zu verstärken. Eine Größe zwischen 10 bis 20mm für den groben Korallenbruch eignet sich ideal, um durch die grobe Struktur noch genügend Wasser hindurch zu lassen und eine möglichst große Reaktionsoberfläche zu gewährleisten. Neuere Modelle von Kalkreaktoren arbeiten im Niederdruck-Bereich, wodurch der pH-Wert in der Reaktionssäule vermindert und dadurch eine schnellere Auflösung des Korallenbruchs erreicht wird. Den Unterschied zwischen üblichen Kalkreaktoren und Niederdruck-Kalkreaktor erkennt im optischen Vergleich meist schon auf den ersten Blick. Der Durchmesser der Reaktionssäule der Niederdruck-Kalkreaktoren ist geringer. Co2-Anlage für einen Kalkreaktor
Da der Kalkreaktor mit Co2 versorgt werden muss, damit das Wasser innerhalb der Reaktionssäule sauer werden und sich der Korallenbruch auflösen kann, wird eine Co2-Anlage für den Kalkreaktor benötigt, welche diesen mit der notwendigen Kohlensäure versorgt. Dies trägt entscheidend zu der Steigerung der Magnesium- und der Clacium-Werte bei. Die Kohlensäureflasche wird meist mit einer elektromagnetischen Abschaltautomatik gesichert, falls der Strom ausfallen sollte. Balling-System Das Balling-System kann entweder manuell oder mit Dosierpumpen betrieben werden. In der Meerwasseraquaristik wird häufig die Balling verwendet, wenn kein Kalkreaktor zum Einsatz kommt. Dabei wird eine Dosierpumpe genutzt, um Calcium, Magnesium und Spurenelemente in Form von gelöstem Pulver oder Flüssigkeit über ein konstantes Niveau dem Wasser hinzuzufügen. Dosierpumpen Dosierpumpen werden nicht nur häufig für die Balling-Methode verwendet, sondern eignen sich zudem zum Nachfüllen von Verdunstungswasser. Die Pumpen lassen sich meist über einen Drehregler in ihrer Durchflussmenge kontrollieren, sodass in regelmäßigen Zyklen extrem genaue Flüssigkeitsmengen zu dem Kreislauf hinzu geführt werden.

Umkehrosmose-Anlage / Harzbettfilter

Die Umkehrosmose ist ein physikalisches Prinzip, bei welchem das Wasser aufbereitet wird. Die brownsche Molekularbewegung wird durch den osmotischen Prozess angeregt und umgekehrt, was durch einen starken Druck verursacht wird. Über eine spezielle Membran, welche sich im Kern jeder Umkerosmose-Anlage befindet, wird das Wasser von gelösten Stoffen befreit. Diese Membran ist halbdurchlässig, sodass nur die Wassermoleküle hindurch dringen können und reines Wasser auf der anderen Seite herauskommt, während die restlichen Stoffe abgefangen werden. Des Weiteren ist sie äußerst druckresistent, da die Seite der erhöhten Fremdstoffkonzentration einem außerordentlich hohen Druck ausgesetzt wird. Dadurch werden die Moleküle entgegen ihrer osmotischen Richtung gedrängt. Die Membran ist speziell auf die Trägerflüssigkeit, bei welcher es sich in einer Umkehrosmose-Anlage für Aquarien um Wasser handelt, abgestimmt. Je höher die Konzentration an gelösten Stoffen im zu reinigenden Wasser ist, desto mehr Druck muss ausgeübt werden, um reines Wasser zu erhalten. Um ein höheres Druckgefälle zu erzeugen muss die Pumpe demnach entsprechend leistungsstark sein. Eine kostengünstigere Methode, größere Mengen von Wasser für das Aquarium zu filtern, bietet der Harzbettfilter.

Aquarien Technik, die in der Meerwasseraquaristik nur sehr selten Einsatz findet

Zur Grundausstattung für ein Süßwasser-Aquarium gehören ein Becken / Aquarium, eine Pumpe, sowie eine Heizung oder ein Heizstab und schließlich die Beleuchtung.

Zusätzlich gibt es verschiedene Filtertechniken bzw. Filtersysteme, die unterschiedlich große Flächen für die Ansiedlung von Bakterien bieten, welche sich innerhalb des Filtersystems ansiedeln. Durch den Stoffwechsel der Pflanzen und der Fische entstehen Abfallprodukte, welche für das Ökosystem des Aquariums schädlich sein können. Diese Bakterien tragen entscheidend zu der Schädlingsbekämpfung bei, indem sie diese Abfälle in nicht schädliche Substanzen umwandeln.

Filtertechniken

Es gilt hier verschiedene Faktoren zu beachten, welche bei der Filterung für ein Aquarium entscheidend sind. Mindestens ein Filtersystem sollte in der Süßwasseraquaristik eingesetzt werden, mehrere Systeme parallel zu betreiben schaden allerdings auch nicht. Je nach Art des Aquariums, ist auch ein wirkungsvolleres Filtersystem, gegenüber einem Standard-Innenfilter empfehlenswert. Ein Aufzuchtbecken für Jungfische kann beispielsweise ohne Schwierigkeiten mit einem luftbetriebenen Filter gereinigt werden. Für ein bepflanztes Aquarium ist dieses Filtersystem hingegen ungeeignet.

Innenfilter: Der Innenfilter ist zusammengesetzt aus einer Pumpe und einem Filtertopf, in welchem die Ansaugöffnungen vorzufinden sind. Einige dieser Modelle verfügen über einen aeroben Filter, andere filtern einen Teil des Wassers aerob und den anderen, kleineren Teil des Wassers anaerob (ohne Sauerstoff – Nitratabbau). Die Anwendung eines Innenfilters ist insofern vorteilhaft, da sich keine Schlauchverbindungen außerhalb des Aquariums befinden und ein einfacher Zugriff auf das Gerät erfolgen kann. Der Nachteil liegt darin, dass bei jeder Reinigung des Filters, dieser aus dem Aquarium entfernt werden muss.

Schwammfilter: Bei diesem Filtersystem dient ein Schwamm als Filter, durch welchen das Wasser hindurch geleitet wird. Hierzu wird entweder mit einem Druck- oder mit einem Saugeffekt, welcher durch eingeblasene Luft erzeugt wird, gearbeitet. Das schmutzige Wasser wird durch diesen Filter geführt und somit auf mechanische und biologische Art gereinigt. Zum einen mechanisch, da Schwebestoffe in den kleinen Filterporen hängen bleiben, zum anderen durch die im Schwamm angesiedelten Bakterien.

Luftheber: Ein Luftheber kommt aktuell in der Aquaristik nur noch selten zum Einsatz. Es handelt sich hierbei um ein aufrechtes Stück Rohr, an dessen oberen Ende ein 90° Bogen angebracht ist. Durch ein kleines Röhrchen an der unteren Seite wird über eine Luftpumpe (Membranpumpe) Luft eingeführt. Hierdurch bilden sich Blasen, welche dann im Rohr nach oben aufsteigen und nach außen gelangen. Dabei wird Wasser mitgezogen und ein Hebeeffekt entsteht.

Hamburger Mattenfilter: Hierbei handelt es sich um eine Schaumstoffmatte, die quer zur Strömungsrichtung angebracht wird. Die Matte reicht mit ihren schmalen Seiten bis zu der Front- Boden- und Rückscheibe des Beckens und über den Wasserspiegel hinaus. Das Wasser wird mit einer bestimmten Anströmgeschwindigkeit hindurch geleitet und der biologische Filter wird je nach Größe des Aquariums mit einer Luftpumpe oder einer Kreiselpumpe betrieben. Dieser Filter ist äußerst wartungsarm.

Außenfilter: Da der Filter außerhalb des Aquariums montiert oder aufgestellt wird, führte dies zu seiner Bezeichnung. Über Schläuche wird das Wasser bei diesem Filtersystem durch den außen liegenden Filter geführt. Das Filtermaterial im Filtertopf sollte an die Bedürfnisse der Pflanzen und Tiere angepasst sein und reinigt entsprechend das durchfließende Wasser, welches dann zurück ins Becken geleitet wird. Vorteilhaft ist, dass kein Platz im Aquarium für das Filtersystem benötigt wird, wobei dieser dafür jedoch unter dem Aquarium gebraucht wird.

Rieselfilter: Auch der Rieselfilter ist ein Außenfilter, bei welchem das Wasser auf das Filtermaterial trifft und unter ständigem Luftkontakt in ein Sammelbecken fließt, dessen Größe mindestens vier bis fünf Prozent des Gesamtvolumens betragen sollte. Als Filtermaterial dient hierbei häufig ein Kunststoffkörper. Nachdem das Wasser auf diese Weise gefiltert wurde, wird es von dem Sammelbecken aus wieder zurück in das Aquarium gepumpt. Da durch diesen Prozess die Schadstoffe gut abgebaut werden, wenn mindestens 4000 Liter pro Stunde über das Filtermaterial gepumpt werden, eignete sich der Rieselfilter für Meerwasseraquarien und die Süßwasser-Intensivfischhaltung. Jedoch entstehen durch dieses Filtersystem auch diverse Nachteile. Zum einen die starke Co2-Ausgasung und zum anderen der zu hohe Sauerstoffanteil im Filtermaterial, wodurch die Nährstoffe für Pflanzen unlöslich werden, da sie oxidieren. Deshalb ist es mit diesem Filtersystem öfter notwendig zu düngen. Zudem verursacht die große Kontaktfläche, auf welcher Luft und Wasser aufeinander treffen, eine starke Verdunstung. Hierdurch steigt der pH-Wert des Wassers und es geht viel Wärmeenergie bei diesem Filterprozess verloren. Auf Grund der vielen Defizite werden heute hocheffektive Eiweißabschäumer mit mechanischer und biologischer Filterung bevorzugt.

Filtersubstrate: Die Bakterien, welche bei der Filterung eine so wichtige Rolle spielen, können sich auf den verschiedensten Materialien ansiedeln wie beispielsweise Schaumstoff, Keramik, Kunststoff oder Tonmaterialien. Wichtig ist hierbei vielmehr eine poröse Oberfläche, damit sich möglichst viele Bakterien ansammeln und vermehren können. Für die groben Schwebeteile sollte ein Vorfilter eingerichtet werden, der diese mit Perlonwatte oder einer Schaumstoffmatte heraus filtert. Ein idealer Aufbau wäre es, das Wasser zunächst durch Röhrchen zu leiten, welche dieses verwirbeln und grobe Partikel herausfiltern. Daraufhin sollte es durch den Schwamm fließen, der als Nährboden für die Bakterien dient, welche unter anderem Nitrit und Nitrat abbauen und der die kleineren Schwebeteilchen auffängt. Schließlich nimmt die Filterwatte noch die kleinsten Partikel auf und das Wasser kann zurück in das Aquarium gepumpt werden. Je gröber das Filtermaterial umso selterner muss es gereinigt werden. Filterwatte sollte also spätestens alle 1-2 Wochen auf den Verschmutzungsgrad kontrolliert werden, grobe Schwämme können auch länger im Filter behalten werden.

T8 Leuchtstoffröhren: Immer noch weit verbreitet sind die T5- jedoch nicht mehr die T8 Leuchtstoffröhren, da die T5- Leuchtstofflampen einen besseren Wirkungsgrad als T8 haben und mit höheren Temperaturen besser zurecht kommen. T8- Leuchten werden eher in älteren Aquarien vorgefunden und sind inzwischen wegen der starken Wärmeentwicklung, ähnlich wie HQI, veraltet und nicht mehr empfehlenswert. Bei der Verwendung von T5- & T8- Leuchtstoffröhren muss ein regelmäßiger Wechsel des Leuchtstoffmittels vorgenommen werden, damit die Leuchtkraft nicht nachlässt. Außerdem ist die Anbringung von Reflektoren ratsam, da Leuchten über einen Abstrahlwinkel von 360° verfügen. Durch die Reflektoren kann der Lichtverlust zwar eingegrenzt, jedoch nicht vermieden werden.

Inzwischen lohnt es sich, trotz höherer Anschaffungskosten, direkt LED-Beleuchtung zu wählen oder auf diese umzusteigen. Diese ist im Vergleich zu den oben genannten Beleuchtungssystemen wesentlich effizienter und verbraucht ca. 50% weniger Strom, um die gleiche Helligkeit zu erzielen und die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass in vielen auf dem Markt erhältlichen Modellen optische Linsen oder eine Spiegeloptik integriert sind, weshalb keine zusätzlichen Reflektoren angebracht werden müssen und der Lichtverlust minimal gehalten wird. Auch haben LED eine wesentlich geringere Wärmeentwicklung als T8- Röhren oder HQI. Speziell bei blauer Beleuchtung sind LEDs bedeutend effektiver, da bei der Alternative mit blauen T5- oder T8-Leuchtstoffröhren das blaue Spektrum mit farbigem Leuchtmittel erzeugt wird, was deren Effizienz verringert.

Im Idealfall sollte die Lichtfarbe mit einer Mischung von verschiedenen Spektren wie z.B. weißem und blauen Licht kombiniert werden, um das natürliche Sonnenlicht möglichst realistisch nachzuahmen und den Fischen und Pflanzen so einen guten Ersatz hierfür zu bieten. Außerdem entsteht durch die Kombination der beiden Farbspektren ein interferierende Lichtwellenüberlagerungen, welcher die Schuppen der Zierfische besonders schön und bunt schillern lässt. Somit sprechen insgesamt nicht nur die hohe Lichtausbeute, der minimale Stromverbrauch, die niedrige Wärmeentwicklung und eine hohe Lebensdauer von ungefähr 50.000 Stunden für die LED Aquarium Beleuchtung, sondern darüber hinaus der geringe Wartungsaufwand, da keine giftigen Leuchtmittel gewechselt werden müssen, zudem die Umweltfreundlichkeit und schließlich die schöneren Farben.

Bodenheizung: Zurecht nur noch sehr selten zu finden ist die Bodenheizung, bei der die Installation im Vergleich zu einer Stabheizung aufwändiger ist. Ursprünglich wurde bei der Bodenheizung behauptet, dass es leichte Vorteile bei Umwälzung von Sauerstoff im Boden gibt und folglich mehr Bakterien im Boden leben können die zum Abbau organischer Materie beitragen. Dieser positive Effekt konnte leider nur sehr selten Nachgewiesen werden. Man hört eher das Gegenteil, dass Bodenheizungen eine Problemquelle sein können.

Kühlanlage / Kühlkompressor / Ventilatoren: Normale Aquarien sind häufig etwas unempfindlicher gegenüber hohen Temperaturen als Meerwasserbecken, jedoch kommt es auf an den Grenzen der Erträglichkeit auf jedes Grad an an. Je höher diese ist umso empfindlicher ist das Aquarium gegenüber hohen Temperaturen. Pflanzen können eingehen und Tiere, besonders Krebstiere, sterben. Demgemäß sollte die Temperatur von 30°C im Meerwasseraquarium am besten nicht dauerhaft überschritten werden. Sollte ein Beleuchtungssystem mit einer höheren Wärmeentwicklung verwendet werden, können Einbauventilatoren die warme Luft aus der Abdeckung absaugen. Ansonsten können Lüfter auf die Wasseroberfläche gerichtet werden, wodurch eine deutliche Verringerung der Wassertemperatur erreicht wird. Jedoch verdunstet hierbei eine erhebliche Menge Wasser und sollte deshalb durch destilliertes Wasser oder Osmosewasser ersetzt werden, damit sich der Salzgehalt nicht zu sehr erhöht. Vorteilhaft ist der geringe Energieverbrauch dieser Methode. Schließlich wurden speziell für die Aquaristik Kühlgeräte bzw. Kühlkomressoren entwickelt, welche einfach zu zu regulieren und äußerst effizient, in der Anschaffung hingegen vergleichbar teuer sind. Zwar haben diese Modelle einen hohen Energieverbrauch, allerdings lässt sich eine konstante Temperatur halten und es entsteht keine überhöhte Wasserverdunstung.

CO2-Anlage: CO2 dient in Süßwasseraquarien als sehr guter als Nährstoff und fördert somit das Pflanzenwachstum. Im Meerwasseraquarium benötigt mein kein Co2 zum düngen, sondern höchsten um mit dieser Anlage einen Kalkreaktor bzw. Calciumreaktor zu versorgen.

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Richtwerte, Wasserwerte, Parameter im Meerwasseraquarium

Häufig werden erst dann die Wasserwerte gemessen, sobald eine Störung in dem Aquariensystem erkannt wird. Dabei ist das Messen verschiedener Parameter im Aquarienwasser vor allem hilfreich, um Problemen vorzubeugen und dient der erfolgreichen Wasserpflege. In welchem Bereich die Werte liegen sollten, wozu regelmäßige Messungen nützlich sind und was bei schlechten Werten zu beachten ist wird im Folgenden geklärt.

Auflistung der wichtigsten Wasserwerte in der Meerwasseraquaristik:

  • Salzgehalt in der Dichte: 1,022 – 1.024
  • Karbonathärte: 6,5 – 10 kH
  • Nitrit: 0 mg/L
  • Nitrat: 5 – 10 mg/L
  • Phosphat: 0,01 – 0,03 mg/L
  • Calcium: 420-440 mg/L
  • Magnesium: 1250 – 1350 mg/L
  • Silizium: 0 mg/L


Regelmäßig Wasserwerte prüfen?

Auch wenn sich das Riffaquarium augenscheinlich gut entwickelt und die Korallen ein gesundes Wachstum zeigen, sollte eine zyklische Überprüfung des Meerwassers stattfinden. Profis kennen natürlich auch ihre zimperlichsten Korallen, meist SPS, die anfangen bei schlechten Wasserwerten ihre Farbintensität verlieren, was dann immer ein guter Hinweis für eine erneute Messung ist.

Denn Korallen können auf zweierlei Art auf eine nachlassende Qualität der Werte reagieren. Entweder der Verfall geschieht unmittelbar oder es ist ein schleichender Prozess. Ist bei den Korallen eine schnell eintretende Degeneration zu beobachten, so liegt dies in einer plötzlichen Änderung einer oder mehrerer Parameter im Wasser begründet, wie etwa in einem drastischen Anstieg der Wassertemperatur oder einer zu geringen Salzdichte. Besonders in den Sommermonaten und je nach Art der Beleuchtung kann es hier schnell zu erhöhten Temperaturen kommen. Den Salzgehalt findet man am einfachsten mit einem Refraktometer, zur Not aber auch mit einem Aräometer heraus. Da durch höhere Temperaturen im Sommer mehr Wasser verdunstet, das Salz jedoch nicht, ist hier besonders beim Wasserwechsel auf die entsprechende Dosierung zu achten, um hier einen guten Endwert zu erreichen.

Bei einem langsamen Verlauf werden die Schäden meist erst nach Monaten ersichtlich und eine Begrenzung dieser ist dann wesentlich aufwendiger. Werden die Werte jedoch regelmäßig überprüft, kann eine frühe Reaktion auf Veränderungen der Parameter schlimmere Schäden verhindern. Da sich der Allgemeinzustand der Korallen meist nur sehr langsam verschlechtert, sich hingegen allerdings über einen noch wesentlich längeren Zeitraum wieder stabilisiert, sind bei einem zu späten Einschreiten oft Verluste zu verzeichnen.

Wenn die Werte außerhalb des Idealbereiches liegen:
Bei einem schleichenden Nachlassen der Wasserqualität gelingt es den meisten Korallen zunächst sich an die langsam ändernden Umgebungsbedingungen anzupassen, wobei die Toleranzgrenze artenspezifisch abhängig ist. Selbst überhöhte Nitrat- und Phosphatwerte sind bei einer allmählichen Umgewöhnung möglich.

Ein Nachlassen der Qualität des Aquariummilieus macht sich in einem Korallenriffaquarium ohne das Messen der Werte daher erst sehr spät bemerkbar. Erst wenn die sich allmählich angepasste Toleranzgrenze überschritten wird sind dann Verfallserscheinungen zu erkennen. Handlungsbedarf besteht zuletzt, wenn die Korallen ihre Polypen geschlossen halten. Steinkorallen wiederum verlieren ihr lebendes Polypengewebe und verblassen, während Lederkorallen sich in sich zusammenziehen und eventuell schleimartige Sekrete absondern. Diese Erscheinungen von Kümmerwuchs hätten durch eine regelmäßige Überprüfung der Wasserwerte verhindert werden können und sind nur schwer einzugrenzen.

Um den Auslöser herauszufinden ist die Kontrolle der chemischen und physikalischen Wasserparameter unumgänglich. So wird schnell Aufschluss geliefert, welche Parameter es nun im Meerwasser zu ändern gilt. Hier ist das Schadensausmaß dann jedoch so beträchtlich, dass die Koralle Monate benötigen wird, um aus den Überresten des Gewebes einen neuen Korallenstock zu entwickeln.

Zwar wäre es möglich die Wasserwerte sehr schnell wieder auf das übliche Niveau zurückzuführen, jedoch ist dies in solchen Fällen nicht ratsam. Denn ein zu rascher Umschwung der Werte würde nun viele Korallen überfordern und sie weiterem Stress aussetzen, da diese sich zuvor langsam an die veränderten Werte gewöhnt haben. Aus diesem Grund ist es ratsam eine ebenso langsame Entwicklung zurück zu einem guten Verhältnis vorzunehmen, um die Korallen keiner zusätzlichen Belastung auszusetzen. Dies gilt nicht für Situationen in welchen ein schnelles Eingreifen erforderlich ist wie eine zu hohe Wassertemperatur.

Nur mit jeder Menge Geduld wird es dann gelingen, dass die geschädigten Korallen sich wieder zu einer kräftigen Farbpigmentierung und einem gesunden Polypenbild entwickeln. Besonders empfindlichere Korallen sind dann nur noch schwer zu retten, was zu einer vorbeugenden Überprüfung der Werte mahnt.

Je nach Aquarientyp können die Wasserwerte sehr unterschiedlich ausfallen. Während Aquarien mit Steinkorallen nur eine geringe Nitratkonzentration vertragen, ebenso wie Aufzuchtbecken für Fischlarven, verkraften reine Fischbecken oder Aquarien mit Lederkorallen eine höhere Nitratkonzentration. In jedem Fall ist eine Messung der verschiedenen Parameter die zuverlässigste und damit beste Methode zur Qualitätskontrolle des Aquarienwassers.

Auf diese Weise können rechtzeitige Maßnahmen ergriffen werden, wenn Werte von dem vorgesehenen Bereich abweichen sollten.

Grundsätzlich sind hierfür die verschiedenen Testkits, welche von zahlreichen Händlern angeboten werden, geeignet. Diese sind einfach in der Anwendung und für die Verwendung in der Aquaristik ist die Messgenauigkeit ausreichend. Entscheidend ist dann vor allem die Regelmäßigkeit der Messungen, da die Parameter in einem Aquarium selten langfristig konstant sind. Bereits kleine Veränderung wie das Entfernen einer größeren Koralle oder das Zusetzen von Fischen hat Auswirkungen auf die Werte. Nur über mehrere Messungen hinweg wird hier ein Verlauf ersichtlich, welcher auf eine Entwicklung verweist.

Welche Werte müssen gemessen werden?

Regelmäßig zu überprüfen gilt es in erster Linie die Wassertemperatur, die Dichte, die Karbonathärte und die Konzentration von, Nitrit, Nitrat und schließlich Phosphat. Weitere Werte die eine Rolle spielen sind Silizium, Magnesium und Calcium.

In welchem Bereich müssen die Werte liegen?
Temperatur: 24-27° C
Salzgehalt in der Dichte: 1,022 – 1.024
Karbonathärte: 6,5 – 10 kH
Nitrit: 0 mg/L
Nitrat: 5 – 10 mg/L
Phosphat: 0,01 – 0,03 mg/L
Calcium: 420-440 mg/L
Magnesium: 1250 – 1350 mg/L
Silizium: 0 mg/L


Weitere Werte die nicht so häufig gemessen werden, aber auch hin und wieder überprüft werden sollten:

pH-Wert: 7,8 – 8,4
Jod: 0,1 mg/L
Strontium: 8 mg/L
In welchem Intervall sollten die verschiedenen Parameter gemessen werden?
Ein häufiger Blick auf das Thermometer kostet kaum Zeit und kann viel Schaden verhindern. Denn besonders zu hohe Temperaturen können in kürzester Zeit enorme Auswirkungen auf die Korallen haben. Zumindest bei jedem Wasserwechsel sollte dann auch die Dichte gemessen werden. Es genügt bei einem stabilen Aquarium, an welchem keine Eingriffe vorgenommen werden, alle zwei Wochen den pH-Wert die Karbonathärte und die Kalziumkonzentration zu bestimmen. Letztlich sollten alle vier Wochen auch die Nitrat- und Phosphatwerte gemessen werden.

Während der Einfahrphase eines Aquariums sollten alle Werte wenigstens wöchentlich überprüft werden, was besonders für Nitrit gilt, bevor Tiere und Korallen eingesetzt werden. Zudem sollten auch Becken mit einem hohen Fischbesatz wöchentlich auf Nitrit untersucht werden, da so ein schneller Anstieg des außerordentlich gefährlichen Atemgiftes vermieden werden kann. Außerdem sollten die Messintervalle bei Veränderungen im Aquarium zwischenzeitlich verkürzt werden, beispielsweise kann sich das Zusetzen neuer Fische auf die Nitritwerte oder die Auffüllung des Kalkreaktors auf die Phosphatwerte auswirken.

Demnach wird von dem Aquariensystem und den vorgenommenen Eingriffen vorgegeben, welche Werte innerhalb welches Zeitraumes gemessen werden müssen, um nachteiligen Tendenzen entgegenwirken zu können. Sollten die Werte bei einer Messung unterhalb oder oberhalb des normalen Bereiches liegen, so empfiehlt es sich zunächst eine weitere Messung durchzuführen, um Messungenauigkeiten oder Fehler bei der Durchführung auszuschließen. Bei regelmäßigen Messungen wird so ein Verlauf sichtbar und bei einer negativen Entwicklung kann frühzeitig eingegriffen werden, etwa durch eine Verbesserung der Abschäumung. Hierbei ist es nicht ausschlaggebend besonders genaue Messungen vorzunehmen, da es nicht auf einzelne Milligramm ankommt, sondern eine langfristig negative Entwicklung vermieden werden soll. Beispielsweise ist es nicht relevant ob der Nitratwert zwischen 5 oder 8 mg liegt, wenn er nicht über eine gewisse Dauer hinweg zunehmend ansteigt.

Zwar werden die substanziellen Parameter der Aquaristik von den diversen Wassertests erfasst, allerdings nicht Spurenelemente wie Kalium, Jod, Brom oder Fluor. Im Speziellen die Korallen benötigen diese Substanzen, welche für deren Farbpigmentierung verantwortlich sind und deren Wachstum fördert. Daher sollte die Verpflegung der Korallen durch die Anreicherung mit einer Lösung aus Spurenelementen sichergestellt werden. Auf visuellem Wege werden dann der Korallenwuchs und die Entwicklung der Farbintensität beobachtet. Wenn diese nach und nach ausbleichen, sollte eine Dosierung nach den Angaben des Herstellers vorgenommen werden, bis sich die Farbgebung sichtbar verbessert. Hervorzuheben ist ein gewissenhafter und sparsamer Gebrauch bei der Zugabe dieser Substanzen. An dieser Stelle ist weniger häufig mehr. Eine genaue Bestimmung der Konzentration der Spurenelemente ist hauptsächlich durch eine Wasseranalyse in einem Labor der Meerwasseranalytik möglich. Dies ist einmal im Jahr ein gutes Mittel, um alle Werte genau messen zu lassen und die Daten mit den eigenen abzugleichen.

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Künstliches und natürliches Salz im Meerwasseraquarium

In diesem Artikel soll geklärt werden, wie sinnvoll der Einsatz von künstlichen oder natürlichen Meersalzmischungen ist. In der Meerwasser-Aquaristik gehört das Nachbilden des natürlichen Meerwassers zu einer der anspruchsvollsten Herausforderungen.
Natürliche Meersalzmischungen für Meerwasser-Aquarien
Aquarienbesitzer, welche an tropischen Meeresküsten wohnen, können einfach natürliches Meerwasser nutzen, insofern dieses nicht verunreinigt ist. Für die meisten von uns kommt das leider nicht in Frage, weswegen man auf Salzmischhungen zurückgreifen muss, über die wir euch hier einen kleinen Überblick geben wollen.

Da sich bei der Verdunstung von Meerwasser zuerst einige Stoffe als feste und nicht wasserlösliche Substanzen ablagern, war es lange nicht üblich Salzmischungen aus natürlichem Meerwasser herzustellen. Denn auch bei der Verwendung von natürlichen Meerwasser für Aquarium Meersalz wird nur der NaCl-Anteil (Kochsalz) aus dem Meerwasser gewonnen, die übrigen Substanzen wie Spurenelemente, Magnesium und Calcium müssen künstlich hinzugefügt werden. In wiefern es sinnvoll ist das teurere „natürliche“ Meersalz zu kaufen muss jeder für sich selbst entscheiden.

Künstliches Meersalzmischungen für Meerwasser-Aquarien, die schon länger auf dem Markt existieren gibt es in einem breitem Sortiment mit unterschiedlich hohen Schwankungen was einzelnen Parameter angeht.

Im Meer und somit im natürlichen Meerwasser gibt es durchschnittlich gesehen folgende Zusammensetzung beim Calcium und Magnesium :
Ca²+: 420 mg, Mg²+: 1300 mg

Hier findest du eine Liste von Meerwasser-Salzmischungen in Ihrer Ca-, Mg-Zusammensetzung:
http://www.mathgame.de/Aqua/TestergebnisseSalztestsACalc.pdf

Wie auf der Liste zu sehen ist, sind die Werte von Calcium und Magnesium in manchen Salzmischungen deutlich niedriger als im Meerwasser. Von solchen Salzmischungen ist daher eher abzuraten. Besser sollten diese Werte leicht darüber liegen, wobei die Abweichung der Calcium- und Magnesiumwerte der Salzmischung von denen des Meerwassers auch nicht zu hoch sein sollte. Demnach liegt die Richtline für den Wert von Calcium bei 420mg und für den Wert von Magnesium bei 1300mg, wobei auch unter Berücksichtigung dieser Kriterien noch eine gute Auswahl besteht.

Ansetzen von Meerwasser aus Meersalzmischungen
Für das Ansetzen von Meerwasser werden zwei Zutaten benötigt. Zum einen geeignetes Wasser, welches mit der Technik der Umkehrosmose oder mit einem Ionenaustauscher aufbereitet werden muss. Zum anderen ist eine geeignete Salzmischung notwendig, wobei die Unterschiede gravierend sein können. Hierbei ist es schwer eine allgemein gültige Richtlinie anzugeben, da Aquarien je nach Besatz,eine ganz unterschiedliche Stabilität aufweisen können. Jedoch gibt es einige Grundsätze im Bezug auf das Meersalz, welche häufig gültig sind.

Da Nährstoffe im Aquarium meist in ausreichender Menge produziert werden, sollte das Salz keine düngenden Stoffe wie Nitrat, Phosphat oder Kieselsäure enthalten, es sei denn es handelt sich um ein reines Steinkorallenaquarium mit geringem Fischbesatz. Außerdem sollten die Konzentration an Calcium und die Karbonathärte nach dem Auflösen möglichst hoch sein, wobei diese Substanzen in den meisten Becken nur mangelhaft vorhanden sind. Auch den pH-Wert gilt es zu beachten. Dieser sollte nach dem Auflösen und nach ausreichender Bewegung und Belüftung des Wassers zwischen 8,0 und 8,5 liegen. Leider schwankt die Zusammensetzung der Spurenstoffe in Salzmischungen produktionsgebunden, sodass die aufgedruckten Inhaltsstoffe wenig aussagekräftig sind, hier ist nicht relevant ob es sich um eine flüssige oder feste Mischung handelt. Wichtig ist, dass nach dem Wasserwechsel keine negativen Auswirkungen an den Tieren, wie das Zusammenziehen der Polypen zu bemerken ist.

Für das Ansetzen von Meerwasser müssen auf Grund der chemischen und physikalischen Eigenschaften von Lösungen bestimmte Kriterien beachtet werde Karbonat lösen zu können. Am besten eignet sich hierfür Wasser, welches die Beckentemperatur hat. Daraufhin kann das Salz eingefüllt werden, während das Wasser mit einer Pumpe im Behälter durchmischt wird. Der Salzgehalt sollte ungefähr 35 Gramm pro Liter betragen.

Sobald das Salz nach wenigen Minuten vollständig aufgelöst ist, muss die Dichte z.B. mit einem Refraktometer oder mit einem Leitwermessgerät durch messen der elektrischen Leitfähigkeit bestimmt werden und falls notwendig mit der Hinzugabe von Wasser oder Salz abgestimmt werden, woraufhin auch der pH-Wert geprüft werden kann. Bei der Verwendung von guten Salzen, kann das Wasser direkt nach dem Mischen für den Wechsel genutzt werden. Sollte das Aquarium jedoch neu eingerichtet werden, benötigt das Wasser eine Reifezeit von einigen Tagen, während der sich das Gleichgewicht der Salzstrukturen einstellt und die Konzentration von Radikalen, welche für die Tiere schädlich sein können, sinkt. Über die Zeit der Lagerung, sollte das Meerwasser durchgängig mit einer Pumpe bewegt und/ oder mit einem Ausströmstein belüftet werden.

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Einrichtung eines Nano-Meerwasseraquariums

Das Meerwasser Nanobecken hat im Vergleich zu großen Meerwasseraquarien viele Vorzüge, da besonders die Details, welche in großen Becken oft übersehen werden, mehr Beachtung finden. Gerade die vielfältige Welt der kleinen Lebewesen kann das Interesse an einem Nanoaquarium wecken.
Speziell für Anfänger stellt ein Nanobecken einen guten Start dar, um kostengünstig einen Zugang zur Meerwasseraquaristik zu finden und das eigene Potential zu testen.
Wir wollen Ihnen Hinweise und Tipps geben, worauf Sie bei dem Einstieg besonders achten müssen. Denn nicht nur die Wahl des richtigen Beckens und die Pflegetechnik, sondern auch die Auswahl der geeigneten Tier- und Pflanzenarten und vor allem ein gutes Beleuchtungssystem sind für ein funktionierendes Nanobecken von großer Bedeutung.

Für den Beginn sollte das Becken so groß wie möglich gewählt werden, da diese weniger anspruchsvoll sind. Bei einem Nanobecken handelt es sich um Größen bis zu 60 Litern. Generell gilt, dass ein Nanobecken ebenso wie ein großes gepflegt wird, wobei es mit Korallen, Kleintieren und auch kleinen Fischen besetzt werden kann.
Somit stellt ein Nano-Riff einen Lebensraum für die kleinen Tiere und Korallen dar, welchen in einem großen Aquarium nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Hierdurch ist die Auswahl der Tier- und Pflanzenarten durch die Größe und Art bestimmt, ein zu großes Tier oder auch eine zu große Koralle könnten beispielsweise das Ökosystem schwächen, indem es die Wasserwerte beeinflusst, welche in Nanobecken besonders genau beachtet werden müssen. Kleine Fehler könnten hier einen starken Einfluss haben und das Aquarium komplett zum Kippen bringen. Um die empfindlichen Wasserwerte im Gleichgewicht zu halten sollte alle ein bis zwei Wochen ein Wasserwechsel vorgenommen werden, wofür das Meerwasser angerührt wird. Auch sollte die Vergesellschaftung der Tiere untereinander später berücksichtig werden.
Speziell die schnellwachsenden Korallenarten in einem solch kleinen Aquarium müssen in ihrem Wachstum überwacht werden, damit sie anderen Pflanzen nicht durch ihre Ausbreitung das Licht rauben.

Bei der Wahl des entsprechenden Beckens empfehlen wir die Verwendung eines Glasaquariums. Beachtet werden muss hierbei, dass diese silikonverklebt sind, also nirgendwo Metall verarbeitet wurde. Ältere Modelle können eine Rahmenkonstruktion aus Metall haben, welche durch ständiges Einwirken des Salzwassers schnell angegriffen werden, wodurch Metall ins Wasser gelangen und zum Tod ihrer Fische führen kann.
Der Stellplatz für das Nanoaquarium sollte so gewählt sein, dass es so wenig Sonneneinstrahlung wie möglich ausgesetzt ist, damit es sich nicht zu sehr aufheizt. Ebenso sollte es nicht in der Nähe eines Heizkörpers stehen. Ansonsten gilt prinzipiell, dass es für den Wasserwechsel gut erreichbar sein muss, Stromanschlüsse in der Nähe vorhanden sind und der Unterschrank entsprechend stabil ist.

Nano Meerwasseraquarium Beleuchtung

Wie in jedem Meerwasser-Aquarium ist die Beleuchtung von grundlegender Relevanz für gesunde Lebewesen. Viele Korallen- und Tierarten nehmen ihre Nahrung über symbiotische Algen auf, welche in ihren Zellen eingelagert sind. Diese Algen werden als Zooyanthellen bezeichnet und produzieren durch Photosynthese Nährstoffe für das jeweilige Lebewesen.
Aus diesem Grund muss genügend Licht vorhanden sein, da ansonsten die Tiere verhungern und die Pflanzen eingehen würden. Somit spielen die Beleuchtungssysteme eine essentielle Rolle für ein funktionierendes Nanobecken.
Auf dem Markt sind momentan die verschiedensten Beleuchtungsarten vertreten, wobei die besten Resultate bewiesener Maßen mit LED-Beleuchtungssystemen erzielt werden und sie somit eine vorteilhafte Alternative zu den inzwischen überholten T5 Leuchtstoffröhren darstellen. Zwar kosten diese in der Anschaffung meist etwas mehr, dies gleicht sich jedoch schnell durch den wesentlich geringeren Energieverbrauch von ungefähr 50% und den Wegfall der jährlich zu wechselnden Leuchtmittel aus. Selbst die besonders energiebedürftigen SPS Steinkorallen werden durch eine LED-Beleuchtung ausgezeichnet versorgt. Während weiße T5-Leuchtstoffröhren kaum über 7000 Kelvin hinaus kommen, haben unsere weißen LEDs 10000 K und verfügen damit über die maximale Lichtausbeute. Speziell die blauen LEDs sind gegenüber blauen T5-Röhren wesentlich effizienter und da das Farbspektrum explizit auf das Absorbtionsmaximum der Korallen abgestimmt ist, sehr empfehlenswert. Bei T5-Beleuchtungssystemen würde dies mindestens zwei Röhren voraussetzten, bei den LED-Modellen sind bereits beide Farben miteinander kombiniert.

Für Nanoaquarien ist generell eine Kombination aus weißen und blauen LEDs ratsam, da das blaue Licht die Fluoreszenz und in Verbindung mit dem weißen Licht auch den Interferenzeffekt bedingt, sodass die Tiere und Pflanzen besonders farbintensiv Leuchten. Um auch anspruchsvollere Arten halten zu können sollte nicht am Beleuchtungssystem gespart werden. Denn Steinkorallen und Anemonen sind sehr reizvoll und eine Nachrüstung sehr aufwändig. Eine ideale Lichtmenge ist dann vorhanden, wenn 0,5 Watt auf einen Liter kommen.

Wassertemperatur

Prinzipiell ist ein Digitalthermometer zur Kontrolle der Beckentemperatur, welche zwischen 24°C und 26°C liegen sollte, am besten geeignet. Diese sind am genauesten. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Wassertemperatur keinen starken Schwankungen unterliegt, denn die Meeresbewohner passen ihre Körpertemperatur ihrer Umgebung an, wodurch bei Schwankungen schnell Probleme auftreten können.
Im Sommer können sich die Beckentemperaturen schnell aufheizen, was für viele Tiere und Pflanzen folgenreich sein kann. Deswegen sollten die Temperaturen nicht über einen längeren Zeitraum bei 29°C oder höher liegen. Dies stellt jedoch mit den ECO Marine Produkten kein Problem mehr dar, denn das selbstkühlende Gehäusedesign vermeidet eine Überhitzung durch die Beleuchtung, wie es bei Leuchtstoffröhren und HQI-Beleuchtung der Fall ist. Deswegen kann hier auch auf die ansonsten notwendigen Ventilatoren verzichtet werden.
Schließlich wäre es angebracht die bei Meerwasseraquarien verwendete Technik und alle dazugehörigen Teile regelmäßig zu überprüfen, um Schäden durch Salzwasser zu vermeiden.

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Schillernde Fischschuppen & Korallen Fluoreszenz

Sowohl in Meerwasseraquaristik spielt die Interferenz als auch die Fluoreszenz eine entscheidende Rolle, denn hierdurch wird das Farbpotential Ihrer Pflanzen und Tiere erst voll zur Darstellung gebracht. Aus diesem Grund legen wir bei unserer Produkte besonders großen Wert darauf, diese Effekte möglichst stark zu begünstigen.

Licht Interferenz entsteht durch die Überlagerung verschiedener Spektren. Für uns als Menschen ist dies im weiße Tageslicht Spektralbereich am besten wahrnehmbar. Hierbei addieren sich die Wellenlängen der beiden Farben. Jede Fischart verfügt über eine unterschiedliche Ausrichtung der Farbpigmente, wodurch sie in den verschiedensten Farben erstrahlen. Interferenz bei Lichtwellen fördert diese typisch schillernden Farben, welche bei Fischschuppen zu sehen sind, indem die überlagerten Farbspektren von den Schuppen reflektiert werden. Viele Fische nutzen dieses Phänomen zur Kommunikation untereinander.

Da in all unseren Beleuchtungssystemen 1W High Power LED verarbeitet wurden, sind diese im Vergleich zu herkömmlichen T5 Leuchtröhren oder HQI besonders leistungsstark und die Intensität des Lichtes ist demnach entsprechend hoch, sodass der schillern bei Fischschuppen und mit einhergehnden Kommunikationsmöglichkeiten bei Ihren Fischen außerordentlich gut gefördert wird.

Besonders begünstigt wird die Interferenz zudem durch das blaue Farbspektrum, deren Reflektion für das menschliche Auge besonders gut wahrnehmbar, also eine konstruktive Interferenz, ist. Deshalb ist es auch bei Süßwasserbecken empfehlenswert einen Blauanteil in das Beleuchtungssystem zu integrieren.

Die Fluoreszenz hingegen vor allem durch das blaue Farbspektrum angeregt. Hierbei nehmen die Pigmente der Pflanzen und auch der Tiere das kurzwellige und somit sehr energiereiche UV-Licht auf und geben es mit einer wesentlich höheren Wellenlänge, welche im sichbaren Bereich des Farbspektrums liegt, wieder ab. Dieser Effekt ist uns vor allem von dem Phänomen der im Schwarzlicht leuchtenden Kleidung bekannt.
Ausgangspunkt hierfür sind die speziellen Eiweißstoffe, welche den UV-Anteil des natürlichen Tageslichts absorbieren und energieärmeres Licht wieder ausstoßen, welches wir dann als fluoreszierendes Strahlen wahrnehmen.

Diese fluoreszierenden Proteine lassen Ihre Meeresbewohner in einer ungeahnten Farbenpracht aufleuchten und bieten Ihnen einen überwältigenden Anblick. Darüber hinaus wird durch das energiereiche Licht, welches bei unseren Produkten speziell auf das Absorbtionsmaximum der Korallen abgestimmt ist , deren Wachstum optimal gefördert und deren Farbintensivität zusätzlich gesteigert, sodass bereits nach wenigen Wochen ein deutlicher Unterschied sichtbar ist. Im Hinblick auf das blaue Farbspektrum ist es in erster Linie ratsam von anderen Beleuchtungssystemen auf LED umzusteigen, da diese nicht nur wesentlich effizienter sind, sondern auch das nährreichste Licht für Korallen liefern.

Insofern ist speziell bei Meerwasserbecken einen hoher Blaulichtanteil zu befürworten, weshlab wir Modelle mit einem Blauanteil von 0,5% oder auch in komplett blau anbieten. Außerdem ist es sinnvoll reine Blaulichtphasen zu schalten, um Ihren Pflanzen die Energie zu liefern, welche sie für ihr Wachstum und die beste Entwicklung benötigen.
Sie werden sich wundern, in welch abwechslungsreichen und satten Farben sich Ihre Lebewesen präsentieren werden und ein völlig neues Erscheinungsbild liefern.

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Besonderheiten bei LED Meerwasser Aquarium Beleuchtung

Meerwasser LED Vorteile

Erst das richtige Licht bringt Leben in Ihr Becken! Für Ihre Tiere und Korallen ist es eine der wichtigsten Grundlagen, um sich best möglich in ihrem Umfeld entwickeln zu können. Deswegen haben wir von MaxLumen uns intensiv mit der Forschung und Entwicklung von LED-Beleuchtungssytemen auseinander gesetzt, welche nicht nur effizient und widerstandsfähig sind, sondern auch die idealen Bedingungen für die Bewohner Ihres Aquariums schaffen.

Fische kommunizieren über das Licht mit Ihren Schuppen

Im Meerwasseraquarium wird durch die Überlagerung der Spektren entstehen interferierende Wellenüberlagerungen, welche die schillernden Farben ihrer Fische erst richtig zur Geltung bringen. Stellen Sie sich vor Ihnen würde diese prächtige Farbvielfalt entgehen. Sowohl Sie können sich an den Vorzügen des faszinierenden Anblicks erfreuen, als auch Ihre Fische, welchen hierdurch die Kommunikation untereinander erleichtert wird. Durch die verschiedenen Licht Wellenlängen, die auf die Fische treffen, können diese durch die unterschiedlichen Eintrittswinkeln auf den Fischschuppen auch unterschiedlich reflektiert werden. Dies nutzen Ihre Fische bereits in ihrer täglichen Kommunikation was aufmerksamen Aquariumbeobachtern bereits nicht entgangen sein sollte. Durch verschiedene LED Spektren, die wir in unserer Beleuchtung verwenden, wird die für Ihre Aquariumbewohner auf einem hohen ‚Niveau sichergestellt.

Blaue MaxLumen LED lassen Korallen besser als blaues T5 Licht fluoreszieren

Des Weiteren sind unsere Produkte auf das Absorbtionsmaximum der Korallen abgestimmt, sodass diese genau die Menge an dem für sie lebenswichtigen Licht erhalten, welche sie benötigen um sich optimal entwickeln zu können. Das blaue Frabspektrum fördert zudem die Fluoreszenz, welche das Wachstum der Korallen zusätzlich anregt und deren Farben intensiv leuchten lässt. Schon nach wenigen Wochen werden Sie einen deutlichen Unterschied sehen können.

  • Die Beleuchtung von MaxLumen ist im Vergleich zu herkömmlichen wesentlich effizienter, da wir 1W High Power LED verwenden (bis zu 150 Lumen/Watt). Dank dieser Effektivität erzielen Sie eine maximale Leuchtkraft und können mit LED, im Vergleich zu HQI Lampen oder T5 Leuchtröhren, bis zu 50% Strom sparen.
  • Das intelligente Gehäusedesign unseres Leuchtbalkens leitet die Wärme direkt an den Aluminiumkühlkörper weiter, was Ihnen erlaubt die Beleuchtung in geringerem Abstand zur Wasseroberfläche anzubringen. Genießen Sie die Atmosphäre ohne lästiges Surren der Ventilatoren.
  • Alle unsere Modelle sind mit optischen Linsen versehen, sodass das Licht gebündelt wird und auch bei einem höheren Wasserstand bis zum Bodengrund vordringt und nicht zur Seite hin verschwendet wird.
  • Sollten Sie noch Fragen haben oder Beratung benötigen, steht Ihnen unser freundlicher Kundenservice gerne zur Verfügung.